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Erfahrungsaustausch in Dresden

Am letzten Juniwochenende hatte der Landesvorstand Sachsen des DDB 12 Vertreter der LV Sachsen-Anhalt, Brandenburg, des RV Nord-Ost und die stellvertretende Bundesvorsitzende Frau Hartmann zum wiederholten Male zum "Ländertreffen Ost" nach Dresden eingeladen.


Nach dem Begrüßungsimbiss begann die Tagung mit Diskussionen zum Dauerbrenner "Mitgliederwerbung". In allen Landesverbänden werden die Mitglieder älter und immobiler; oft lösen sich langjährige Selbsthilfegruppen auf, besonders, wenn sich kein neuer Leiter findet. Um die Zukunft des DDB zu sichern, muß die Selbsthilfe über andere Formate nachdenken. Die Digitalisierung ist aktuell überall im Gespräch, aber stösst gerade bei den älteren Diabetikern auf Skepsis und auch Ängste.

 

Ein Patentrezept kennen selbst die erfahrenen alten Hasen unter uns nicht. Es wäre sinnvoll, Projekte zur Stärkung der Selbsthilfe vorzugsweise für die jüngeren Diabetiker zu entwickeln., auch im Rahmen der Diabetesallianz, zumal die Zahl der an Diabetes erkrankten Menschen weltweit rasant steigt.


Erfreulich ist die Tatsache, daß das Miteinander Bundes-Landes-und Regionalverbände eine positive Entwicklung nimmt und ein reger Erfahrungsaustausch die Zusammenarbeit prägt. Die Einbeziehung aller Betroffenen ist wichtig für die Zukunft unserer Patientenselbsthilfeorganisation DDB. Nicht nur in den Städten, sondern gerade im ländlichen Bereich, wo die medizinische Versorgung durch einen ausgewiesenen Diabetologen oft fehlt, ist der Austausch in einer Selbsthilfegruppe enorm wichtig, daher hat die Unterstützung der bestehenden SHG einen hohen Stellenwert und Neugründungen müssen gefördert werden. Wir alle wissen, daß das harte Überzeugungsarbeit ist und viel persönliches Engagement erfordert. Der nächste TO-Punkt, die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden, wurde sehr verschieden gesehen und diskutiert. Unterschiedliche Interessen erweisen sich als wenig hilfreich.

 

Gruppenfoto

Bei einem gemeinsamen Abendessen in lockerer Atmosphäre und schöner Umgebung führten wir Gespräche zu vielfältigen Themen . Nach dem Frühstück am nächsten Morgen wurde die Tagung lt. Programm fortgesetzt. Kritisch wurde festgestellt, daß die Aus-und Weiterbildung der Diabeteslotsen zu langsam läuft. Ebenso wurde die Transparenz der beiden Diabetikerstiftungen hinterfragt. Die Unterstützung diabetischer Kinder in der Schule durch Einzelfallhelfer/Schulschwestern sollte wieder einen festen Platz in der Kinderbetreuung haben und einheitlich geregelt werden. Es wurde vorgeschlagen, daß der Bundesvorstand sich über diesbezügliche Erfahrungen mit der Dianino-Stiftung austauscht. Aktuelle Präventionsangebote sollten auf ihre Wirksamkeit überprüft werden, war eine andere Forderung. Auch die Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung der Datenschutzrichtlinien wurden diskutiert. Insgesamt muß die Kommunikation unter den verschiedenen Akteuren verbessert werden, ebenso die Mitarbeit in diversen Ausschüssen. In der Praxis ist es so, das Aktive zu oft mehrere Funktionen wahrnehmen müssen, damit die Arbeit läuft. Auch Nachfolgeregelungen sind ein schwieriges Thema.


Man muß im Gespräch bleiben! Dies war ein wichtiges Fazit unserer Arbeitstagung und mit diesem Wunsch werden wir die nächsten Aufgaben im DDB mit seinen Mitgliedern in den teilnehmenden Landesverbänden in Angriff nehmen.

 

Ein herzliches "DANKESCHÖN" dem Landesvorstand DDB Sachsen , besonders an Matthias Böhmer,für die tolle Organisation und der Krankenkassengemeinschaftsförderung, die die Realisierung dieses Projektes ermöglichte.

 

Uta Weiß


Referentin für Öffentlichkeitsarbeit   

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Veröffentlichung

Sa, 11. Juni 2022

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