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23.12.2011 Der Bundesverbandsvorsitzende Dieter Möhler gab einen
Rückblick aufs Jahr 2011 und Ausblick auf 2012
Der DDB blickt in Sachen „Diabetes“ auf das Jahr 2011 kritisch
zurück. Ob das Jahr 2012 Besserung verspricht? Der Vorsitzende des
DDB Dieter Möhler berichtet:
Was im Jahr 2011 in Sachen „Diabetes“ passiert
ist? Eine ganze Menge, doch vieles hätte uns ruhig erspart bleiben
können.
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29.11.2011 Blutzucker-Teststreifen können weiter
verordnet werden - BdSN-Pressemitteilung
Ärzte und Patienten sind verunsichert, doch Blutzucker-Teststreifen können nach wie vor verschrieben werden.
Seit der gemeinsame Bundesausschuss die Arzneimittel-Richtlinie zur Verordnung
von Harn- und Blutzuckerteststreifen zum 1. Oktober 2011 geändert hat,
sind sowohl Patienten als auch Ärzte verunsichert, was noch verschrieben
werden darf. Darauf weist der Berufsverband der diabetologischen Schwerpunktpraxen
in Nordrhein (BdSN) hin. Die Änderung betrifft Typ-2-Diabetiker, die kein
Insulin benötigen. „Es werden keine oder kaum noch Teststreifen
für Diabetiker ohne Insulinbehandlung mehr verschrieben“, sagt Dr.
Matthias Riedel aus dem BdSN, „Wir möchten jedoch darauf aufmerksam
machen, dass Teststreifen unter bestimmten Bedingungen weiter verordnet werden
können.“
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60jähriges JUBELäum: Deutscher Diabetiker Tag in Nürnberg
DDB-Vorsitzender Dieter Möhler war überwältigt vom Andrang.
Bernd Franz vom Diabetiker Bund Bayern wurde in seinen Erwartungen übertroffen.
Was war da los in Nürnberg?
Am Abend vorher, die Jubiläumsfeier: 60 Jahre Deutscher Diabetiker
Bund und 60 Jahre Diabetes Journal
Das Diabetes Journal und der DBB feierten am Samstag, den 19.11.2011 ihr
60jähriges Bestehen in der Gaststätte „Barfüßer“ in
Nürnberg. Die weit über 300 Gäste konnten die Location gar
nicht verfehlen: Ein riesiges blaues DDB-Logo erstrahlte über dem Eingang
des „Barfüßers“ im Herzen der Altstadt Nürnbergs
(siehe Foto). Themenbezogene Gastredner und Moderation in gemütlicher
Atmosphäre, ein üppiges Buffet mit leckeren Fränkischen Spezialitäten,
musikalische Live-Untermalung und feinstes Hausbier sorgten für eine
lange unterhaltsame Party-Nacht, die für manchen Gast erst früh
morgens an der Hotelbar ihr Ende fand.
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Deutscher Diabetiker Tag Nürnberg
15. September 2011: Mitteilung in subcutan 6/2011
12.10.2011. Messgerät ist nicht gleich Messgerät
Nicht jedes Blutzuckermessgerät ist genau. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Dr. Hermann von Lilienfeld-Toal. Er ist Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des DDB und hat anhand veröffentlichter Informationen die gängigsten Blutzuckermessgeräte miteinander verglichen. Für den europäischen Markt müssen sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. „Die Wirklichkeit sieht aber anders aus“, betont er.
Lesen Sie dazu mehr in der nächsten subkutan-Ausgabe (6/2011).
19. September 2011: Mitteilung vom DDB Bundesvorstand
DDB-Bundesvorsitzender klagt gegen G-BA:
Patientenvertreter übergangen!
An der Behandlung von Menschen mit Diabetes wird weiter rigoros
gespart. In nur einem Jahr hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) drei
Beschlüsse gefasst, die Verordnungseinschränkungen bzw. -ausschlüsse
für Typ-2-Diabetiker zur Folge hatten: Analoginsuline, Glitazone
und Harn- sowie Blutzuckerteststreifen werden von den Kassen nicht mehr
oder nur noch in Ausnahmen bezahlt. Bei allen drei G-BA-Entscheidungen
sieht sich der Bundesvorsitzende des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB),
Rechtsanwalt Dieter Möhler, massiv übergangen: In den einzelnen
Verfahren hatte er sich für ergänzende Therapiehinweise eingesetzt,
die nicht berücksichtigt wurden. Jetzt ist er vor das zuständige
Landessozialgericht gezogen.
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07. September 2011: Mitteilung aus dem DDB Landesverband Brandenburg e.V.
Arbeit des Diabetikerzentrums Frankfurt (Oder) eingestellt.
Neue Leitung der Selbsthilfegruppe Frankfurt (Oder) gewählt.
Es ist nicht gelungen, für die ehemalige Leiterin des Diabetikerzentrums Frankfurt (Oder) Frau Margrit Nowotnik eine/n kompetente/n Nachfolger/in zu finden. Deshalb musste die Arbeit des Diabetikerzentrums eingestellt werden.
Die Selbsthilfegruppe hat am 07.09.2011 eine neue Leiterin sowie Stellvertreter und Schatzmeister gewählt.
Leiterin der Diabetiker-Selbsthilfegruppe ist
Frau Hildegard Lademann, Tel. 0335 6802578 .
Abgezählt: Ein Blutzuckerteststreifen für dich, zwei für
mich...
Die Kassenärztlichen Vereinigungen reglementieren die
Verordnung von Blutzuckerteststreifen für Typ 1- und Typ 2-Diabetiker
bundesweit. Je nach „Schweregrad“ der Krankheit, sind unterschiedliche
Mengen an Teststreifen pro Quartal für die Patienten vorgesehen
Nicht-insulinpflichtige Typ-2-Diabetiker müssen selbst die Kosten
für ihre Teststreifen tragen, Insulinanaloga und deren Nutzen werden
in Frage gestellt und die Anträge auf Insulinpumpen zunehmend abgelehnt.
Und damit immer noch nicht genug, wird die Anzahl der von der Krankenkasse
bezahlten Blutzuckertestreifen für Typ-1- und Typ-2-Diabetiker anhand
eines Orientierungsrahmens durch die Organisationen der Ärzte festgelegt.
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Angebot des DDB vom 20.07.2011
Neue Wege zur sicheren Vorsorge für Diabetiker
Wir freuen uns, Sie heute über einen neuen Service des Deutschen Diabetiker
Bundes (DDB) e. V. mit dem VDBS Versicherungsdienst informieren zu können.
Neben der Hilfe bei sozialen Fragen und dem kostenlosen Rechtsberatungsnetz
bietet der Deutsche Diabetiker Bund seinen Mitgliedern ab sofort in Exklusivpartnerschaft
mit der VDBS Versicherungsdienst GmbH eine rechtssichere, unabhängige
Beratung für alle Versicherungsfragen an.
Dieser Versicherungsdienst hat sich auf Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen
spezialisiert und wurde für seine erfolgreiche Arbeit im Jahre 2008
vom Hessischen Sozialministerium mit dem Landespreis für die beispielhafte
Beschäftigung und Integration schwerbehinderter Menschen ausgezeichnet.
Die nötige Risikovorsorge durch den Abschluss einer Versicherung war
bisher für Diabetiker häufig, wenn überhaupt, nur mit Leistungsausschlüssen
und/oder hohen Risikozuschlägen möglich. Ablehnung von Versicherungsanträgen stellten
z. T. unüberwindbare Barrieren bei der gewünschten Daseinsfürsorge
für Diabetiker dar. Die notwendige Existenzsicherung war deshalb
in früheren Jahren oft nicht möglich. Jedes Versicherungsunternehmen
hat bei der Prüfung eines Antrages auf Versicherungsschutz eigene Kriterien,
nach denen der Gesundheitszustand und das individuelle Risiko eines
Antragstellers bewertet werden.
Bitte beachten Sie, dass sämtliche Anfragen von Versicherten (und
selbstverständlich auch die Ablehnungen) in einer zentralen Datei gespeichert
werden, auf die alle Versicherer Zugriff haben. Eine einmal registrierte
Ablehnung kann für den Betroffen erhebliche Probleme bringen. Auf die
Löschung der Eintragungen kann erst nach fünf Jahren bestanden
werden.
Hier bietet der VDBS für Mitglieder des DDB seine unabhängige
und unverbindliche Hilfe an.
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Pressemitteilung des DDB vom 07.07.2011
IQWiG-Schnellbericht: Gute Blutzuckereinstellung bei Typ-2-Diabetes soll nichts nutzen
DDB: „Es geht nur um Kostenersparnis“
Ein neuer Schnellbericht des Instituts für Qualität und
Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sorgt für Fassungslosigkeit
in der Diabeteswelt: Eine normnahe Blutzuckereinstellung bei Typ-2-Diabetikern
soll nichts bringen, was die Verhinderung oder Verzögerung diabetischer
Folgeerkrankungen angeht. „Wir können solche Aussagen nicht
dulden“, sagt der Bundesvorsitzende des Deutschen Diabetiker Bundes
(DDB) Dieter Möhler.
Ob Gesamtsterblichkeit oder Folgekomplikationen des Diabetes wie Herzinfarkt
oder Schlaganfall, Niereninsuffizienz, Amputation oder Erblindung: Bei Patienten
mit Typ-2-Diabetes sei „für keinen der hier untersuchten patientenrelevanten
Endpunkte ein Nutzen bzw. Schaden einer ‚normnahen‘ Blutzuckersenkung
belegt“, schreibt das IQWiGin seinem neuen Schnellbericht (Rapid Report),
der den Nutzen einer langfristigen normnahen Blutzuckereinstellung bei Typ-2-Diabetikern
untersucht hat.
Das Ergebnis stellt den Grundsatz der Diabetestherapie auf den Kopf: Normnahe
Blutzuckerwerte bei Diabetikern anzustreben, um die dramatischen Folgeerkrankungen
an Herz und Gefäßen wirkungsvoll zu verhindern.
„Patient wird einfach vergessen“
Der DDB-Bundesvorsitzende
Dieter Möhler befürchtet drastische Auswirkungen
des IQWiG-Reports auf die künftige Therapie des Typ-2-Diabetes: „Es
geht nur
um Kostenersparnis“, sagt er. Der Schnellbericht bilde „eine Schranke
für die Einführung neuer Medikamente und wird die Diabetesversorgung
weiter einschränken“. Der Patient werde dabei einfach vergessen. „Wir
können solche
Aussagen nicht dulden!“ Er könne Ärzte, Patienten und vor allem
Kassen nur davor warnen, den Überlegungen des IQWiG zu folgen. „Es
gibt wissenschaftliche Leitlinien, die sich am neuesten Stand der Medizin orientieren.
Und daran
orientieren wir uns auch.“
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Pressemitteilung des DDB vom 30.06.2011
Nationaler Aktionsplan: „Mittendrin und dabei“?
DDB fordert stärkere Berücksichtigung der Diabetiker
„Mittendrin im Arbeitsleben“. Diese Idee steht hinter
dem Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention,
den das Kabinett im Juni beschlossen hat. Die Bundesregierung hat damit
einen Prozess angestoßen, der in den kommenden zehn Jahren das Leben
von Menschen mit Behinderung in Deutschland maßgeblich beeinflussen
wird – auch das von Diabetikern. Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB)
unterstützt den Aktionsplan, fordert aber eine stärkere Berücksichtigung
der Belange von Diabetespatienten.
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Landesdelegiertenversammlung des DDB LV Brandenburg e.V. am 07.05.2011
20jähriges Jubiläum des Deutschen Diabetiker Bundes Landesverband Brandenburg e.V.
Zum 20. Geburtstag des Landesverbandes Brandenburg im Deutschen Diabetiker Bund (DDB) hatte der Landesvorstand zu einer Festveranstaltung und zur Landesdelegiertenkonferenz nach Bad Saarow eingeladen. Die Arbeit des Landesverbandes in den 20 Jahren seines Bestehens wurde auch durch den Vorsitzenden des Deutschen Diabetiker Bundes Dieter Möhler gewürdigt.

Zunächst wurde die Landesdelegiertenkonferenz durchgeführt. Der Vorsitzende des Landesverbandes Eberhard Nowotnik begrüßte dazu alle Delegierten herzlich. Neben vielen Gästen konnte Nowotnik auch den Bundesvorsitzenden des Deutschen Diabetiker Bundes Rechtsanwalt Dieter Möhler begrüßen. Möhler überbrachte die herzlichen Glückwünsche des Bundesverbandes. In seinem Grußwort stellte er unter anderem die immer größer werdenden Herausforderungen heraus, die an das Gesundheitssystem gestellt werden. Er machte die Auswirkungen auf die Betroffenen deutlich: Die Einschränkung der Verordnungsfähigkeit von Leistungen werde sich dauerhaft nicht nur auf die Versorgung von Diabetikern sehr negativ auswirken. Dieter Möhler betonte, wie wichtig die Solidarität zwischen den Betroffenen ist. Das hat sich auch bei den Demonstrationen in Berlin gegen die geplante Neuregelung der Blutzuckerteststreifen- Versorgung bei Typ-2-Diabetikern mit oraler Therapie gezeigt. Möhler: „Nur ein solidarisches Auftreten der Betroffenen kann die politisch Verantwortlichen aufrütteln“. Möhler weiter: „Die Politiker müssen merken, dass Diabetiker mit ihren Angehörigen auch Wähler sind“.
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Der Bundesvorsitzende hob besonders die unverzichtbaren Leistungen der Selbsthilfegruppen hervor. Die Treffen und Wissensvermittlungen sind wesentliche Faktoren, um die Krankheit im Selbstmanagement zu beherrschen. Dennoch müsse sich die Selbsthilfe auch darauf einstellen, dass verstärkt auch andere Informationsquellen, wie zum Beispiel das Internet, genutzt würden.
Erfreut zeigte sich Möhler, das viele Mitglieder auch das Rechtsberatungsnetz des DDB in Anspruch nehmen. Das Wichtigste für Dieter Möhler ist:“Die Lebensqualität für alle Betroffenen muss erhalten bleiben“. Um dies umzusetzen müsse der DDB verstärkt Einfluss auf die Politik nehmen. Über Medien müssen die Erfahrungen der Betroffenen ins Bewusstsein der Nichtbetroffenen gerückt werden.
Nach dem Grußwort des Bundesvorsitzenden wurde die Landesdelegiertenkonferenz mit den Formalien und den Berichten fortgesetzt. Die 2. Vorsitzende Uta Weiß verlas den Tätigkeitsbericht 2010 des Landesvorstandes.
Sie berichtete über die gute Arbeit des Vorstandes. In 10 Vorstandssitzungen wurden viele Beschlüsse gefasst, u. a. über Sonderkonditionen in der Mitgliederwerbung, den Abschluss einer Vermögensschaden-Haftpflicht- Versicherung, die Bildung eines Arbeitskreises Kinder- und Jugendarbeit, die Durchführung des Landesdiabetikertages in Berlin, die Landesdelegiertenkonferenz und die Vertretung des DDB LVBB in der Öffentlichkeit.
Uta Weiß bedankte sich bei allen, die die Arbeit des Vorstandes beständig unterstützen und sprach die Hoffnung aus, dass auch die weitere Zusammenarbeit zur positiven Stellung der Diabetiker im Land beiträgt.
Es schloss sich der Bericht zum Finanzgeschehen durch Thomas Schütt an, der die erkrankte Schatzmeisterin Ingeborg Stang vertrat. Darauf folgte der Bericht der Revisoren. Heidemarie Grunzke erläuterte den Revisionsbericht. Es wurden keinerlei Verstöße festgestellt.
Jana Preinfalk, Jugendreferentin unseres Vereins, berichtete über die Gründung des AK, der sich ausschließlich mit dem Fördern und Helfen von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes beschäftigt. Für mich eine interessante Aufgabe, zu der ich viel Erfolg wünsche.
Nach einer Aussprache erfolgte die einstimmige Entlastung des Vorstandes.
Viele Delegierte nahmen die Möglichkeit wahr, an den Bundesvorsitzenden Dieter Möhler Fragen zu stellen. Es gibt immer wieder viele Unsicherheiten, die durch die Entscheidungen der Gesundheitspolitik entstehen.
Der 1. Vorsitzende des DDB LV Brandenburg Eberhard Nowotnik würdigte die Arbeit des Landesverbandes über die 20 Jahre seit seiner Gründung im März 1991. Der damalige 1. Vorsitzende war Arno Kläbsch. Er konnte leider nicht teilnehmen, aber es wurde ihm ein Blumenstrauß in das Pflegeheim geschickt.
Weiterhin verwies er auf die lobenswerte Arbeit von Frau Enderling. Eberhard Nowotnik schätzte ein, dass sich die Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen weiter verbessert hat. Auch die öffentlichen Veranstaltungen, wie Diabetikertage und andere Veranstaltungen tragen zur Zusammenarbeit bei und stellen eine wichtige Gelegenheit zur Mitgliederwerbung dar.
Zum Jubiläum 20 Jahre DDB Landesverband Brandenburg wurden folgende Auszeichnungen vorgenommen:
Karin Seydler, SHG Potsdam, erhielt die Silberne Ehrennadel des DDB
Barbara König, SHG Falkensee, erhielt eine Urkunde zu 20 Jahre SHG Falkensee
Erna Miericke, GV Havelland, übernahm die Urkunde für die abwesende Inge Limant für 20 Jahre SHG Friesack
Mit herzlichen Worten bedankte sich Eberhard Nowotnik bei allen Anwesenden für die geleistete Arbeit. Sie hat nur diesen Erfolg, weil alle gemeinsam ein Ziel verfolgen, nämlich den Diabetikern Rat und Hilfe zu geben sowie den DDB zu stärken.
Als nette Geste des Dankes erhielten alle Delegierten einen in Leder gebundenen Notizblock mit dem Logo des DDB Landesverbandes Brandenburg und der Widmung zum Jubiläum.
Zum Abschluss lud der Landesvorstand alle zu einer zweistündigen Rundfahrt auf dem Scharmützelsee ein.
Bei herrlichen Wetter ein krönender Abschluss dieses Jubiläums.
Pressemitteilung des DDB vom 08.06.2011
08.06.2011. DiaDeM-Studie:
DDB sichert Versorgungsdaten

Wie schlägt sich der Diabetes auf die Lebensqualität nieder?
Wie häufig nehmen Diabetiker wichtige Kontrolluntersuchungen wahr?
Welche diabetischen Folgeerkrankungen sind am meisten gefürchtet?
Antworten auf diese und weitere spannende Fragen gibt die neue Versorgungsstudie „DiaDeM –Diabetes:
Der eigenverantwortliche Mensch“. Die Studie hat der Deutsche Diabetiker
Bund (DDB) in Zusammenarbeit mit Novartis initiiert. Dabei wurden bundesweit
1000 Typ-1- und Typ-2-Diabetiker durch das unabhängige IGES-Institut
befragt.
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Keine Teststreifen für 4 Millionen Typ-2-Diabetiker mehr –
Was nun Herr Minister?
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 17. März 2011
beschlossen, dass Krankenkassen künftig keine Harn- und Blutzuckerteststreifen für
Patienten mit Diabetes Typ-2 erstatten, die ohne Insulin therapiert werden.
Nachdem der Bundesgesundheitsminister diesem Beschluss nicht widersprochen
hat, kann der Verordnungsausschluss voraussichtlich ab 01.10.2011 in Kraft
treten.
Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) will klagen.
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„diabetestour“ und DDB präsentieren:
Neuauflage 2011: „Deutscher Diabetiker Tag“!
LEIPZIG. Nach 3-jähriger Pause kehrt er in diesem Jahr zurück:
Am 20. November 2011 gibt es in Deutschland wieder den „Deutschen
Diabetiker Tag“ (DDT), und zwar in Nürnberg (NürnbergMesse
GmbH). Es handelt sich um eine Gemeinschaftsveranstaltung der „diabetestour“ (Kirchheim-Verlag
Mainz) und des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB, Kassel).
Dieter Möhler (DDB-Bundesvorsitzender) und Manuel Ickrath (Geschäftsführer
Kirchheim-Verlag) gaben die Kooperation in Leipzig bekannt, im Rahmen der
46. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft. „Wir freuen
uns auf eine fulminante Veranstaltung, zumal es zwei Jubiläen zu feiern
gibt: 60 Jahre Deutscher Diabetiker Bund sowie 60 Jahre Diabetes-Journal“,
sagte Kirchheim-Geschäftsführer Ickrath, der die Patientenzeitschrift
verlegt. Und seit 3 Jahren organisiert man von Mainz aus auch die „diabetestour“-Patientenveranstaltungen
in Städten wie Hannover, Bochum, Mainz oder Freiburg . Dieter Möhler
ergänzte: „Wer den Deutschen Diabetiker Tag noch kennt, weiß,
dass wir in der Stadthalle Kassel bis zu 10.000 Besucher hatten. Daran wollen
wir in Nürnberg anknüpfen“, so der DDB-Bundesvorsitzende.
Geplant sind von 9 bis 16 Uhr rund 20 Workshops, Vorträge, Seminare
und Koch-Shows. Geplant sind auch gesundheitspolitische Diskussionsrunden,
Vorführungen sowie eine große Industrieausstellung. Polit-Prominenz
hat sich angekündigt. Es werden DDB-Delegationen aus allen Bundesländern
erwartet. Federführend in der Programmgestaltung sind der Kirchheim-Verlag
und die Verantwortlichen des Diabetikerbunds Bayern.
Mehr Informationen unter der Adresse: www.diabetestour.de
06.05.2011. DDB verabschiedet Deklaration
Welche Forderungen, welche Aufgaben, welche Ziele hat der Deutsche Diabetiker Bund (DDB)? Wir kämpfen für die Belange der Diabetiker!
Die Bundesdelegiertenversammlung verabschiedet eine Deklaration als generelle Arbeitsgrundlage. Die Deklaration soll an aktuelle Entwicklungen angepasst werden.
Lesen Sie die Deklaration des DDB
04.05.2011. DDB lässt bei Blutzuckerteststreifen
nicht locker
Dieter Möhler, der Bundesvorsitzende des Deutschen Diabetiker
Bundes (DDB) versucht alles, damit Blutzuckerteststreifen für
Typ-2-Diabetiker ohne Insulintherapie auch weiterhin Verordnungsfähig
bleiben. Nach Demonstrationen vor dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)
und dem Bundesgesundheitsministerium hat er nun eine Petition an den
Deutschen Bundestag verfasst. Dieter Möhler bittet den Petitionsausschuss
des Bundestages um Unterstützung, dass eine für das Selbstmanagement
des Diabetes notwendiger Therapiebaustein auch weiterhin von den Krankenkassen
finanziert wird. Dieter Möhler: "Die Umsetzung des G-BA-Beschlusses
führt zu schwerwiegenden Eingriffen in die Handlungsfreiheit des
chronisch Kranken Diabetikers und dessen Rechte auf Teilhabe am Leben
im Sinne der UN-Behindertenrchtskonvention".
weiter lesen: Petition an den Deutschen Bundestag)
DDB fordert demokratische Patientenbeteiligung im G-BA
Pressemitteilung des DDB vom 27.04.2011
Die Verfahren und Entscheidungswege des Gemeinsamen Bundesausschusses
(G-BA) sollen transparenter und die Beteiligungsrechte überprüft
werden. Das sieht das Eckpunktepapier für das neue Versorgungsgesetz
vor. Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB), Deutschlands größte
Selbsthilfeorganisation für Menschen mit Diabetes, begrüßt
diese Pläne ausdrücklich. Bei den laufenden Beratungen zum Gesetz
dürfe man aber nicht automatisch von einem Konsens aller Patientenvertreter
im G-BA ausgehen, warnt der DDB-Bundesvorsitzende Dieter Möhler.
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Blutzuckerteststreifen bei Diabetes mellitus Typ-2 mit OAD, die Hypos auslösen: Die Gewählten tragen jetzt die Verantwortung!!
Antrag von RA Dieter Möhler an Bundesgesundheitsminister Dr. Rösler vom 20.04.2011
Antrag vollständig lesen...
DDB demonstriert erneut für den Erhalt der Erstattungsfähigkeit von Teststreifen
Patienten sind nicht der Sparstrumpf des Gesundheitswesens
Pressemitteilung des DDB vom 17.03.2011

In letzter Minute wollten mehrere hundert Demonstranten vor dem
Gebäude des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) eine Beschlussfassung
zur Verordnungsfähigkeit von Blutzuckerteststreifen bei nicht insulinpflichtigen
Diabetikern verhindern. Aber auch die zweite Demonstration vor dem G-BA
innerhalb von fünf Wochen konnten keinen Sinneswandel herbeiführen.
Deshalb zogen die Demonstranten anschließend vor das Bundesgesundheitsministerium.
Sie überreichten dort Ihre Forderung, dass der Minister den Beschluss
nicht wirksam werden lässt.
Die Entscheidung von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler
muss nun abgewartet werden. Zu der Demo hat der Deutsche Diabetiker Bund
(DDB), Deutschlands größte Selbsthilfeorganisation für
Menschen mit Diabetes, aufgerufen.
Mit solchen und ähnlichen Plakaten wollten rund 250 Demonstranten
am Donnerstag vor dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in Berlin eine
Beschlussfassung des G-BA zur Streichung der Erstattungsfähigkeit von
Blutzuckerteststreifen durch die Krankenkassen bei nicht-insulinpflichtigen
Diabetiker in letzter Minute verhindern..
Mit einem lauten Pfeifkonzert machten die Teilnehmer vor dem G-BA-Gebäude
und später vor dem Bundesgesundheitsministerium auf ihr Anliegen
aufmerksam. „Diabetes ohne Blutzuckermessung ist wie Fahren ohne Führerschein“, „Teststreifen
schaffen Lebensqualität“, „Diabetes ohne Teststreifen =
Blindflug“, „Teststreifen verlängern Leben“, „8
Mio. Diabetiker sind auch Wähler“. Mit solchen und ähnlichen
Transparenten haben die Betroffenen auf ihre Situation aufmerksam gemacht.
Doch das Plenum des G-BA hat den Verordnungsausschluss von Blutzuckerteststreifen
für Typ-2-Diabetiker mit oraler Therapie beschlossen. Von der Entscheidung
sind rund 4,7 Millionen Menschen mit Diabetes betroffen. Für das Selbstmanagement
der Patienten ist die Blutzuckerselbstmessung unerlässlich. Durch Blutzuckertests
können sie gefährliche Unterzuckerungen frühzeitig erkennen
und eine gute Blutzuckereinstellung erreichen.
Nach der Beschlussfassung machten die Demonstranten ihrer Wut vor dem Bundesgesundheitsministerium
Luft. Sie übergaben dem Vertreter von Minister Dr. Philip Rösler
die Forderungen des Deutschen Diabetiker Bundes und forderten den Minister
auf, den Beschluss zu kippen und auch zukünftig eine patientenindividuelle
Therapie zu ermöglichen.
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12.03.2011 Wir wollen mitbestimmen – wir wollen selbstbestimmen!
Pressemitteilung des DDB vom 12.03.2011

Kassel (gb). Die Stadt am Fuße des Herkules war dieser Tage
Gastgeber für die Delegierten der Bundesversammlung des Deutschen
Diabetiker Bundes (DDB). Am 12. März deklarierten die Delegierten
ihre Standpunkte und Sichtweisen zur Krankheit selbst und zur Stellung
der Betroffenen in der Gesellschaft. Eine beschlossene Deklaration 2011
erneuert die Standpunkte der Selbsthilfeorganisation in Bezug auf die
gesundheitliche Situation und der Lebensqualität der Diabetiker.
Haushaltstechnisch wurde der Vorstand entlastet, die Haushalte 2011 und
2012 bestätigt und über die weitere Arbeit diskutiert. Der aktuelle
Satzungsentwurf von diabetesDE fand nicht die Zustimmung der Bundesversammlung.
Der Bundesvorsitzende des DDB, Rechtsanwalt Dieter Möhler, gab eine
positive Übersicht der geleisteten Arbeit im Berichtszeitraum. Durchaus
verbesserungswürdig aber erscheint nach Möhler eine bessere regionale
Absicherung durch das geschaffene Rechtsberatungsnetz. Man habe es geschafft,
durch eine ständige Mitarbeit im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)
immer wieder die Standpunkte der Betroffenen zu Gehör zu bringen. Nur
durch ständige Lobbyarbeit werde es möglich, die Lebensumstände
der Diabetiker zu verbessern. Was die Zusammenarbeit der Landesverbände
im DDB betreffe, gibt es überwiegend Positives zu berichten. „Dies
funktioniert sehr gut und trägt reichlich Früchte“, so Möhler
weiter. Dabei spiele auch die Einbeziehung der modernen Medien eine wichtige
Rolle. „Gerade die Landesverbände haben eine hervorragende Arbeit
geleistet, auch wenn die Mitgliederzahlen noch ausbaufähig sind“,
erklärte der Bundesvorsitzende.
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Diabetiker demonstrieren für Blutzuckerteststreifen
Pressemitteilung: Diabetes-Portal DiabSite vom 10.02.2011
Vor dem G-BA trafen sich heute gut 200 Menschen mit Diabetes
Heute (08.02.2011) traf sich der G-BA zur Beratung über das Thema Blutzuckertestreifen für Diabetiker. Erwartet wurde eine Beschlussempfehlung für die Sitzung des G-BA am 17. Februar 2011. Zu dem vom DDB organisierten Diabetiker-Protest waren gut 200 Menschen aus ganz Deutschland gekommen. Mit Trillerpfeifen und Plakaten machten Sie darauf aufmerksam, dass Arzt und Patient über die Menge der erforderlichen Blutzuckerteststreifen für Diabetiker entscheiden sollten.
Immerhin ist es der Patientenorganisation gelungen, dem Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses, Dr. Rainer Hess, einen Forderungskatalog zu überreichen. Er hat sich die Proteste der Diabetiker angehört und hat versprochen, diese in seine Entscheidung einzubeziehen. Angeschlossen an diese Veranstaltung hatte sich auch die Organisation diabetesDE und der rbb berichtet.
Ein kurzes Video zur Veranstaltung finden Sie auf vimeo.com unter:
Diabetiker-Demo
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Pressemitteilung des DDB vom 31.01.2011
DDB ruft zu einer DEMONSTRATION am 08.02.2011 in Berlin auf.
KASSEL, 31. Januar 2011
Die Verordnungsfähigkeit von Blutzuckerteststreifen auf Kosten der
Krankenversicherung soll erheblich eingeschränkt werden. Von den Einschränkungen
sind vor allem Typ 2-Diabetiker mit oraler Therapie betroffen.
Blutzuckermessungen sind für das Krankheitsmanagement von Diabetiker
dringend notwendig.
Diabetes ohne Blutzuckermessung ist wie Fahren
ohne Führerschein.
Zunehmend wird die Erstattung von Medikamenten und Hilfsmitteln durch die
Krankenkassen eingeschränkt. Nun soll es die Verordnung der Blutzuckerteststreifen
treffen. Am 08.02.2011 sollen im zuständigen Gemeinsamen Bundesausschuss
(G-BA) die Weichen für die Versorgungseinschränkungen gestellt
werden.
Die Betroffenen müssen zeigen, dass sie sich wehren. ES REICHT !!
Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) als die Patientenvereinigung
der Menschen mit Diabetes ruft alle Mitglieder und Betroffenen zu einer
Demonstration auf:
Dienstag, den 08.02.2011 – 11.00 Uhr vor dem Gebäude
des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Wegelystr.
8, 10623 Berlin
Interessierte können sich mit den Landesverbänden des DDB in
Verbindung setzen. Kontaktdaten der Landesverbände unter www.diabetikerbund-brandenburg.de/links
Kontakt:
Manfred Flore
Geschäftsführer
Deutscher Diabetiker Bund e. V.
Goethestraße 27
34119 Kassel
Tel: 0561 / 7034770
E-Mail: flore@diabetikerbund.de
Zum Jahreswechsel 2010/2011
Beitrag für das Diabetes Journal 01/2011
von Dieter Möhler (Bundesvorsitzender des DDB)

Liebe Leserinnen, liebe Leser, verehrte Mitglieder,
ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Mit Sorge schauen wir auf 2011.
Für den DDB ist und bleibt der Mensch Mittelpunkt unseres Handelns.
An den Interessen und Nöten der Betroffenen richten wir unsere Arbeit
aus. Nach wie vor beraten wir sehr intensiv, unsere Selbsthilfegruppenleiterinnen
und –gruppenleiter geben den Betroffenen kompetent Hilfe, die Sozialreferenten
und Diabetes-Lotsen führen durch den Dschungel von Angeboten und
Hilfen. Der Deutsche Diabetiker Bund wird durch Austausch der Informationen
auf allen Ebenen seine gesundheitspolitische Notar- und Wächterfunktion
wahrnehmen. Dabei haben wir immer die Ziele der „Deklaration von
St. Vincent“ im Auge: Die Verbesserung der Lebenssituation der von
Diabetes betroffenen Menschen und Vermeidung von Folgeschäden.
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Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat mit seinen Beschlüssen zu
Einschränkungen bei der Verordnung mit Medikamenten geführt und
konsequent sein Ziel weiter verfolgt, weiterhin weniger Geld für die
Patienten auszugeben. Es wird behauptet, dass sichere Daten für
die Ableitung eines Zusatznutzens fehlten. Mit solchen fragwürdigen
Behauptungen werden die Patientenerfahrungen außer Acht gelassen.
Wegen dieses angeblich fehlenden Zusatznutzens wurden die lang wirkenden
Insulinanaloga weitgehend aus der Verordnungsfähigkeit herausgenommen, ebenso
wie Ezetimib, Glitazone und Glinide. Wir haben gegen die vorgesehenen
Einschränkungen der Therapieoptionen vehement Stellung bezogen und
gefordert, statt Versorgungsausschlüsse Therapiehinweise zu formulieren.
Nur so können Ärzte mit ihren souveränen Patienten Therapien
auf die individuelle Situation des Einzelnen bezogen festlegen.
Die Patientenvertreter haben bei den Beschlussfassungen im Gemeinsamen
Bundesausschuss lediglich ein Mitberatungs- aber kein Mitentscheidungsrecht.
Die Beteiligung der Patienten verkommt zur Farce. Wir benötigen selbst
vermehrt Daten aus evidenzbasierten Studien, weil bloße Patientenerfahrungen
in den Diskussionen nicht anerkannt werden.
Wir sehen es mittlerweile als ziemlich sicher an, dass bei der anstehenden
Entscheidung zu den Blutzuckerteststreifen unsere Argumente erneut unberücksichtigt
bleiben. Der DDB wird eine solche Entscheidung nicht hinnehmen. Sie sind
aufgerufen, Protestaktionen zu formulieren. Zeigen Sie den Politikern,
welche Macht Betroffene mit ihren Angehörigen als Wähler haben.
Helfen Sie mit, dass diese Proteste auch dazu führen, dass Betroffene
endlich ernst genommen werden. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Wahlkreisabgeordneten – ob
aus dem Bundestag oder den Landtagen – nach ihrer Haltung zu fragen.
Werden Sie „penetrant“! Nutzen Sie Ihrer Möglichkeiten
als mündige Bürger. Nutzen Sie die Möglichkeit, als Mitglied
in einem starken Verband gehört zu werden.
Über unsere Bildungseinrichtung, die Deutsche Diabetiker Akademie,
haben wir in 2010 eine Reihe von Veranstaltungen durchgeführt, die
die Kompetenz unserer ehrenamtlich Tätigen im täglichen Beratungsgespräch
stärkt und verbessert. Diese Veranstaltungen wurden dankenswerterweise
mit Unterstützung der Krankenkassen durchgeführt.
Unser seit 2009 arbeitendes Rechtsberatungsnetz konnte mit seinen fachlich
kompetenten, selbst betroffenen Anwälten einer Vielzahl von Betroffenen
helfen, ungünstige Entscheidungen im Sinne der Patienten zu revidieren.
2010 hat der Deutsche Diabetiker Bund eine Stiftung auf den Weg gebracht,
die schwerpunktmäßig die Situation der Betroffenen durch Förderung
von Seminaren und Veranstaltungen, Forschungen zur Lebensqualität und
Versorgung verbessern soll. Das Stiftungskapital konnte auf Grund solider
Haushaltsführung und mit Hilfe einer Erbschaft zur Verfügung gestellt
werden. Wir sind überzeugt, dass das Stiftungskapital durch Spenden
oder einen Nachlass aufgestockt werden kann, damit in Zukunft ausreichend
Mittel zur Umsetzung der Stiftungszwecke zur Verfügung stehen.
In 2010 wurden die Gespräche mit diabetesDE zur Gründung einer
Dachorganisation der Patienten, Ärzte und Diabetesberater fortgeführt.
Eine weitergehende Zusammenarbeit wird nur gelingen, wenn die Patienteninteressen
gewahrt und die Eigenständigkeit des DDB gesichert bleibt.
Das Jahr 2011 wird uns vor neue Herausforderungen stellen. Der DDB als
die Vertretung der Betroffenen wird auch weiter politisch aktiv sein. Wenn
die Politik der Leistungskürzungen und -einschränkungen auf dem
Rücken chronisch Kranker fortgesetzt wird, gehen wir mit Ihnen auf
die Straße. Wir werden auch weiterhin unsere Stimme gegen Diskriminierungen
und Einschränkungen in der Gesundheitsversorgung erheben. Wir werden
nicht duldsam sein, weil wir chronisch krank sind. Wir werden unsere Rechte
formulieren und dafür eintreten, dass die UN-Behindertenrechtskonvention
auch für chronisch Kranke umgesetzt wird. Wir wollen am gesellschaftlichen
Leben uneingeschränkt teilhaben. Wir müssen gemeinsam den Politikern
die Augen öffnen: Beitragssteigerungen und Einschränkungen
der Leistungen werden wir nicht hinnehmen. Das Versorgungsgefälle zwischen
städtischen und ländlichen Bereichen muss überwunden werden.
Ein Patient mit einem diabetischem Fuß darf nicht gleich beim Chirurgen
enden, nur weil eine spezifische Versorgung regional nicht möglich
ist.
Ohne Sie alle, liebe Mitglieder, wären wir schwach. Deshalb gilt Ihnen
mein besonderer Dank für Ihre Treue und Solidarität. Unsere solide
Basis bilden die Selbsthilfegruppen mit den Gruppenleiterinnen und -leitern.
Die auf Erfahrungen basierende Arbeit macht eine positive Gestaltung des
Lebensumfeldes der von Diabetes Betroffen möglich. Für dieses
Engagement danke ich Ihnen besonders. Mein Dank gilt ebenso allen, die durch
ihre Arbeit in den Landes- und Bezirksverbänden sowie unseren Mitgliedsorganisationen
für eine funktionsfähige und schlagkräftige Organisation
sorgen. Mein Dank gilt aber auch jedem einzelnen Mitglied für die teilweise über
lange Jahre während Treue und Unterstützung. Lassen Sie uns gemeinsam
daran arbeiten, diese Basis zu verbreitern. Das Motto für alle Betroffenen
muss sein: „Ich bin Du. Wir alle sind der Deutscher Diabetiker Bund.“
Ich wünsche allen im Namen des Bundesvorstandes ein geruhsames Weihnachtsfest
und ein gesundes, erfolgreiches und zufriedenes Jahr 2011.
Dieter Möhler
Bundesvorsitzender
Deutscher Diabetiker Bund e. V.
Pressemitteilung des DDB vom 15.12.2010
DDB gründet „Diabetikerstiftung Mittelpunkt Mensch“
Erbschaft gut angelegt
Der Erweiterte Bundesvorstand des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB) hat
in seiner Sitzung im September 2010 beschlossen, eine Diabetikerstiftung „Mittelpunkt
Mensch“ zu gründen. Die Stiftung wird ihren Sitz in Kassel haben.
Zurzeit laufen die notwendigen formalen Prozesse zur Eintragung der Stiftung.
Mit der Eintragung (Rechtsfähigkeit) ist noch im 1. Quartal 2011 zu
rechnen.
Die Gründung der Stiftung wurde möglich durch eine großzügige
Erbschaft, die dem DDB zugeflossen ist. Ziel ist es, weitere Menschen und
Institutionen durch Spenden oder Erbschaften für eine weitere Aufstockung
des Stiftungskapitals zu gewinnen, damit auf Dauer ausreichende Erträge
aus dem Stiftungskapital zur Verfügung stehen, um eine spürbare
Förderung der Stiftungszwecke zu erreichen.
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Pressemitteilung des DDB vom 15.12.2010
Teststreifen-Quote in Apotheken:
DDB fordert umfassende Patienteninformation
Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) kritisiert einen neuen Versorgungsvertrag, den der Verband der Ersatzkassen (vdek) mit dem Deutschen Apothekerverband (DAV) geschlossen hat, und mit dem die Kosten für Blutzuckerteststreifen gesenkt werden sollen. Das Vertragswerk, das am 1. Oktober in Kraft trat, sieht eine Teststreifen-Quote für Apotheken vor: An 10 Prozent der Diabetiker, die bei einer Ersatzkasse versichert sind, werden günstigere Messgeräte und Blutzuckerteststreifen abgegeben.
„Patienten dürfen nicht gegen ihren Willen zu einer Umstellung
gedrängt werden“, fordert der DDB-Vorsitzende Dieter Möhler.
Er befürchtet, dass die Neuregelung „die Schwächsten trifft: ältere
und uninformierte Patienten“. Die Teststreifen-Quote dürfte auch
negative Auswirkungen auf das Selbstmanagement der Diabetespatienten haben,
erwartet Rechtsanwalt Möhler. Dies könnte langfristig zu höheren
Kosten führen – bedingt durch das mögliche vermehrte Auftreten
diabetischer Folgeerkrankungen.
In dem Vertrag ist geregelt, dass an 10 Prozent der bei einer Ersatzkasse
versicherten Diabetiker günstigere Teststreifen der Preisgruppe B ausgegeben
werden. Die Liste der Preisgruppe B umfasst überwiegend ältere
Messgeräte sowie preisgünstigere Geräte generischer Anbieter.
Keine Umstellung durch Aut-idem-Kreuz
Soll der Patient weiterhin
seine gewohnten Teststreifen erhalten, die teurer sind, muss der Arzt
das Aut-idem-Kreuz auf dem Rezept setzen. Damit untersagt er dem Apotheker,
eine Umstellung vorzunehmen. Oder der Arzt verbietet den Austausch mit einem
ausdrücklichen
Hinweis auf der Verordnung.
Für jeden Geräteumtausch plus Beratung erhält die Apotheke
einmalig 20 Euro. Erreicht sie die Quote nicht, muss sie 2,95 Euro pro Packung,
die man hätte austauschen können, an die jeweilige Kasse zahlen. „Eine
unabhängige Beratung seitens der Apotheken ist durch die 20 Euro-Pauschale
zu bezweifeln, da die Umstellung mit finanziellen Anreizen verbunden ist“,
erklärt Dieter Möhler. „Ich weiß nicht, was sich die
Funktionäre bei dieser ‚Kopfprämie’ gedacht haben.“
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Pressemitteilung des DDB vom 09.November.2010
Deutscher Diabetiker Bund: Aktionen zum Weltdiabetestag.
KASSEL, 09. November 2010 – Zum Weltdiabetestag am 14. November
beteiligt sich der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) aktiv an der zentralen
Veranstaltung im Berliner Congress Center (bcc) am Alexanderplatz in Berlin.
Neben einem Informationsstand werden auch DDB-Vertreter mit Vorträgen zu
einer Abrundung des Programms beitragen. Ab 17.00 Uhr wird im Rahmen einer
Lichtprojektion das Brandenburger Tor in Blau erstrahlen und auf den Weltdiabetestag
hingewiesen.
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Auf dem Bild kann man schon jetzt erkennen, wie sich das Brandenburger Tor
am 14.11. darstellen wird.
Ausführender Lichtkünstler
Oliver Bienkowski ( http://www.lichtkunst24.de )

Pressemitteilung: Diabetes-Portal DiabSite
1. Landesdiabetikertag Berlin und Brandenburg ein großer Erfolg
Informative Vorträge und praxisnahe Workshops lockten am vergangenen Samstag rund 2.000 Besucher in die Urania. Eingeladen hatten die Landesverbände Berlin und Brandenburg des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB). Gemeinsam mit der ASKLEPIOS Klinik Birkenwerder und der AOK Berlin-Brandenburg boten sie von 10 bis 16 Uhr im Rahmen des Patiententages ein buntes Programm.
Gesamten Beitrag des Diabetes-Portal DiabSite hier lesen ...
02.10.2010 Landesdiabetikertag für Berlin und Brandenburg
Wir laden Sie herzlich zu unserem 1. Landesdiabetikertag Berlin und Brandenburg ein.
Der Patiententag
- in der Urania Berlin e.V., An der Urania 17, 10787 Berlin
- Samstag, 2. Oktober 2010, ab 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr
- Kostenfreier Eintritt
- Ohne Voranmeldung
Was bedeutet Diabetes für Sie?
Täglich Entscheidungen treffen damit die Werte gut bleiben.
Regelmäßige Selbst-Kontrollen mit der Sorge, ob das Ergebnis gut ist.
Immer die Sorge, ob Folgeschäden wirklich vermieden werden können.
Und dann die Besuche beim Arzt…
Wird er zufrieden sein, was werden die Untersuchungen ergeben, muss ich vielleicht sogar ins
Krankenhaus?
Wer Bescheid weiß, kommt in dieser Situation besser zurecht.
Wir helfen Ihnen mit unserem 1. Landesdiabetikertag Berlin und Brandenburg.
Wir geben Ihnen die Möglichkeit sich vielseitig über Diabetes zu informieren. Neben einer
Vortragsserie, die der Therapie des Diabetes mellitus und seinen Spätkomplikationen gewidmet ist,
bieten wir Ihnen auch zahlreiche Workshops zu den Themen „Ernährung gesund und lecker“, „Sind
Ihre Füße in Gefahr sowie „Menschen in Bewegung - praktische Anleitung für den Alltag“ und viele
mehr.
Wir stehen für Ihre Fragen zur Verfügung.
Sie haben Gelegenheit, mit Vertretern von
Selbsthilfegruppen zu sprechen und sich Informationen zu neuen Produkten direkt vom Anbieter zu
holen.
Gesamtes Programm zum Landesdiabetikertag 2010 hier lesen ...
Pressemitteilung des DDB vom 25.05.2010
Patientenbeauftragter will Patientenrechte stärken
KASSEL, 25. Mai 2010 – „Wir hoffen, mit dem Patientenbeauftragten
einen Mitstreiter für mehr Rechte und Mitbestimmung der Patienten
gefunden zu haben“. So fasste der Vorsitzende des Deutschen Diabetiker
Bundes, Dieter Möhler, das Gespräch mit MdB Wolfgang Zöller,
dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen
und Patienten, zusammen. Zöller sprach sich in einem Gespräch
mit Vertretern des Deutschen Diabetiker Bundes nachdrücklich für
eine Stärkung der Patientenrechte in Form eines Patientenrechtegesetzes
und die Verbesserung der Mitbestimmungsrechte der Patientenvertreter
im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) aus.
Dieter Möhler, der auch themenbezogener Vertreter im G-BA ist, appellierte
an den Patientenbeauftragten mitzuhelfen, dass Nutzenbewertungen nicht
nur unter Kostengesichtspunkten durchgeführt werden. Er wies darauf
hin, dass bei den aktuell vorliegenden Bewertungen des Instituts für
Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), die Grundlage
für die Beratungen und Beschlussfassungen im G-BA sind, offensichtlich
die individuellen Patientenbedürfnisse völlig unberücksichtigt
bleiben.
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brief.diabetes-zentrale.de: Offener Brief zum Erhalt kurzwirksamer Insulinanaloga
Am 21. Februar 2008 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) nach einem vom G-BA beauftragten Gutachten des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) beschlossen, dass kurzwirksame Insulinanaloga nicht mehr verordnungsfähig sein sollen. Dem widersprachen zahlreiche Betroffene und Betroffenenvertetungen, u.a. in Form einer Online Petition zum Deutschen Bundestag, die die Unterstützung von 4.755 Mitzeichnern fand. Aufgrund dieses Drucks hat das Bundesministerium für Gesundheit seinerzeit das Verfahren zum Ausschluss von Insulinanaloga gestoppt.
Mehr
lesen: http://brief.diabetes-zentrale.de/
Pressemitteilung des DDB vom 24.03.2010
DDB-Vorsitzender Dieter Möhler fordert:
Patientenrechte im G-BA müssen gestärkt werden
KASSEL, 24. März 2010 Die Patientenvertreter müssen
bei den Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses G-BA stärker
beteiligt werden", fordert der Vorsitzende des Deutschen Diabetiker
Bundes DDB, Dieter Möhler. Vor allem wenn es darum geht, dass sogenannte
Verordnungseinschränkungen die Verschreibung von Antidiabetika für
ganze Diabetikergruppen quasi verbieten. "Wir als Patienten sind von
solchen Entscheidungen wesentlich betroffen, dürfen aber nicht abstimmen.
Das ist schon ein Skandal an sich." Auf die "juristischen Barrikaden"
stieg der Rechtsanwalt jedoch, als ihm das Antragsrecht kürzlich verweigert
wurde.
In der G-BA-Unterausschuss-Sitzung ging es darum, eine Verordnungseinschränkung
zu langwirkenden Insulinanaloga für Typ-2-Diabetiker vorzubereiten.
Ursprünglich lautete der Beschluss-Text, dass Typ-2-Diabetiker nur dann
langwirkende Insulin-Analoga erhalten dürfen, wenn sie häufig Hypoglykämien
erleiden und diese so schwer sind, dass Fremdhilfe wie zum Beispiel ein
Notarzteinsatz zur Behandlung nötig ist. "Das ist ein Hammer",
erklärt
Möhler, "denn damit muss ein Diabetiker erst diese unter Umständen
sogar lebensbedrohliche Situation erleiden, bevor der Arzt ihm ein langwirkendes
Insulin-Analogon auf Kosten der gesetzlichen Kasse verordnen darf. Diese
Insulinanaloga vermindern nachweislich das Risiko für schwere Unterzuckerungen.
Daher hatte Möhler einen Antrag gestellt, diese Verordnungseinschränkung,
die faktisch einem Verordnungsausschluss gleich kommt, zu streichen.
Sein Antrag wurde jedoch gar nicht zur Diskussion und Abstimmung zugelassen.
Die Begründung lautete, Möhler selbst dürfe keine Anträge
stellen. Dies müsse die Patientenorganisation* tun, die ihn als themenbezogenen
Vertreter in die G-BA-Sitzungen schickt. "Dies ist ein fadenscheiniger
Grund", protestiert der Rechtsanwalt und hat prompt gegen die Verletzung
seines Antragsrechts beim Landessozialgericht (LSG) Berlin-Brandenburg rechtliche
Schritte eingeleitet. Hier ist noch kein abschließendes Urteil gesprochen.
Das LSG hat Möhler jedoch darin bestärkt, weiterhin Anträge
beim G-BA zu stellen.
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Pressemitteilung des DDB vom 22.12.2009
19.01.2010. Nach dem Vorbild des britischen Zweikammermodells:
diabetesDE und der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) beschließen Gesamtorganisation
Berlin, Kassel, 19. Januar 2010 Bislang gab es im
Bereich Diabetes in Deutschland keine Gesamtorganisation wie z.B. „Diabetes
UK“ in Großbritannien: alle Patienten und Berufsgruppen
unter einem Dach vereint. Aus diesem Grunde trafen sich in Meiningen die
Vorstände und Geschäftsführer von diabetesDE und dem
Deutschen Diabetiker Bund (DDB), um eine engere Zusammenarbeit anzustreben.
Das Ziel: gemeinsam für eine möglichst gute Versorgung, Prävention
und Forschung für Menschen mit Diabetes zu kämpfen.
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In der „Meininger Erklärung“ (siehe
Anlage) einigten sich
die Vorstände darauf, in Zukunft zum gemeinsamen Wohl der Patienten
zusammenarbeiten, sich zu informieren und abzustimmen. Als Vorbild soll das
englische Zweikammermodell mit einer Kammer aus Diabetesfachleuten (DDG und
VDBD) und einer Kammer für Betroffene und Interessierte (DDB und gegebenenfalls
andere) gelten. Diese Kammern sind gewählte Delegiertenversammlungen,
aus denen ein gemeinsamer Vorstand gewählt wird.
Es wird eine gemeinsame Satzungskommission gebildet, die auf dieser Basis
einen Satzungsvorschlag entwickelt. Auf einer gemeinsamen Sitzung des Bundesvorstands
des DDB und des Vorstands von diabetesDE wird dieser Vorschlag abgestimmt
und beschlossen. Dieser Satzungsvorschlag wird dann dem erweiterten Bundesvorstand
des DDB zur endgültigen Beschlussfassung vorgelegt, und in einem nächsten
Schritt den Mitgliederversammlungen der DDG und VDBD im Mai 2010 vorgelegt
werden. Letztlich wird die neue Satzung durch eine Delegiertenversammlung
von diabetesDE beschlossen.
Die neue gemeinsame Organisation soll den Namen diabetesDE tragen, die DDG
und VDBD, sowie der DDB bleiben als selbständige Organisationen erhalten.
Dieser Prozess soll bis zum Weltdiabetestag 2010 am 14. November abgeschlossen
sein, der gemeinsam in Berlin ausgerichtet wird.
Artikel von Herrn Dr. Heinz Schneider
( Der Autor ist Ehrenmitglied im DDB Landesverband Brandenburg )
Ein deutscher Diabetologe mit Weltgeltung:
Professor Dr. Gerhard Mohnike (1918 – 1966) aus Karlsburg in Vorpommern
Gerhard Mohnike wurde am 6. Januar 1918 als Sohn des Mittelschullehrers Ludwig Mohnike und seiner Ehefrau Emmi, geb. Maurer, in Wiesbaden geboren. Nach dem im dortigen Staatlichen Humanistischen Gymnasium 1937 bestandenen Abitur und der Ableistung des Arbeitsdienstes studierte er ab dem Sommersemester 1938 an der Philipps-Universität zu Marburg und Jena Humanmedizin und setzte kurz nach dem bestandenen Physikum (Ärztliche Vorprüfung) das Studium an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald fort.
Im Juni 1942 legte er dort das medizinische Staatsexamen ab und promovierte noch im gleichen Monat mit dem Thema „Tierexperimenteller Nachweis eines antiexophthalmischen Schutzstoffes“ an der Augenklinik zum Doktor der Medizin, wobei bereits sein Interesse an der Endokrinologie erkennbar wurde. Kurz nach dem Ende des Studiums wurde er von seinem Lehrer Professor Gerhardt Katsch aus Greifswald in das erste deutsche Diabetikerheim Garz auf Rügen versetzt, wo er – selbst an Diabetes erkrankt - im April 1945 zum Heimarzt avancierte.
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Kurze Zeit nach dem Ende des 2. Weltkrieges überließ das Land Mecklenburg im Rahmen der Bodenreform Professor Katsch das Schloss Karlsburg bei Greifswald für die Gründung eines zweiten deutschen Diabetikerheimes im Mai 1947 als Schwesterinstitut von Garz. Der damals mit 29 Jahren noch sehr junge Dr. Mohnike wurde mit dem Aufbau dieser neuen Einrichtung betraut, wobei nach Fertigstellung des neuen Bettenhauses (1954) die Kapazität von zunächst 15 auf 250 Betten erhöht wurde. Damit war Karlsburg zur größten stationären Diabeteseinrichtung in Deutschland geworden.
1951 wurde Dr. G. Mohnike mit der Arbeit „Beiträge zum Insulin-Glukagon-Problem “ habilitiert und 19052 zum Dozenten für Innere Medizin und schon 3 Jahre später zum Professor mit Lehrauftrag an der Universität Greifswald ernannt. In Karlsburg waren die klinische und experimentelle Diabetesforschung in vorbildlicher Weise vereint, wovon sowohl die klinisch als auch die experimentell tätigen Kollegen und nicht zuletzt auch die Patienten profitierten.
Die Wahl von Professor Mohnike als leitender 1. Oberarzt (später Stellvertretender Direktor) in Karlsburg erwies sich als ein wahrer Glücksgriff. Als rastloser Wissenschaftler war er auch ein gradliniger, ehrlicher, mutiger und kritischer Arzt, der „ärztliche Kunst und Forschergeist auf glücklichste Art in sich vereinte ..... und wegen seines offenen und geraden Wesens nicht nur Freunde hatte“, schrieb H.-G. Lippmann 1966.
Von seinen meist jungen Assistenten wurde der DDR-kritische Wissenschaftler als väterlicher Freund verehrt. Professor Mohnike praktizierte in Karlsburg die bereits von Katsch in seinen „Garzer Thesen“ 1937 inaugurierte flexible Insulintherapie. Er, Mohnike, wies darauf hin, dass eine Fraktionierung in häufiger zu applizierende, kleinere Dosen den blutzuckersenkenden Effekt dieses Hormons erhöht, was auch heute noch für die moderne Komatherapie von Bedeutung ist.
Das direkt dem Ministerium für Gesundheitswesen der DDR unterstellte Institut für Diabetes Karlsburg wurde schnell zum Leitinstitut für die Betreuung der Diabetiker und die Diabetesforschung in der DDR. Zusammen mit Professor Katsch und Dr. Volker Schliack (Berlin) führte er Ende der 50-er Jahre flächendeckend die Diabetikerbetreuungsstellen ein und wurde so zu einem der 3 Gründungsväter des überwiegend als vorbildlich eingeschätzten Diabetikerbetreuungssystems im Osten Deutschlands.
Besondere Verdienste erwarb sich Mohnike bei der Aufklärung des Zusammenhangs zwischen der Qualität der Stoffwechselführung und dem Auftreten diabetesspezifischer Spätschäden. Große Erfolge erreichte er bei der Behandlung der diabetischen Schwangeren und dem Rückgang der Sterblichkeit der Neugeborenen diabetischer Mütter. In enger Zusammenarbeit mit der westdeutschen Firma Hoechst war Professor Mohnike maßgeblich an der Erforschung des Wirkungsmechanismus der Sulfonylharnstoffe und ihrer Einführung in die Therapie Ende der 50-er Jahre beteiligt.
Auch an der Erforschung des Wirkungsmechanismus der Biguanide hatte er – zusammen mit H.-G. Lippmann – einen entscheidenden Anteil. Am 1. 2. 1959 erhielt er einen Ruf als Professor mit vollem Lehrauftrag an die 1. Medizinische Klinik der Charité und wurde dort Leiter der Abteilung für klinische Endokrinologie, Gastroenterologie und Stoffwechselkrankheiten. Nach dem Tod von Professor G. Katsch 1961 übernahm er als Klinikdirektor das jetzt nach seinem Gründer benannte „Institut für Diabetes Gerhardt Katsch“ (Karlsburg, Garz und Putsbus) Unter der Leitung von Professor Mohnike erreichte das Karlsburger Diabetesinstitut Weltruf. Für seine Verdienste wurde er 1958 als „Verdienter Arzt des Volkes“ ausgezeichnet und erhielt er 1965 in der DDR den Nationalpreis.
Vor 44 Jahren – am 8. März 1966 – verstarb Professor Gerhard Mohnike im Alter von nur 48 Jahren.
Dieser Beitrag wurde nach Einsicht in die Promotionsakte UAG. Med. Diss. II-1308 und Personalakte UAG, PA 1577 des Universitätsarchivs Greifswald erstellt.
Dr. Heinz Schneider, Mahlow
Pressemitteilung des DDB vom 22.12.2009
22.12.2009. Interessante Rechtssprechung für Diabetiker:
Unfall infolge Unterzuckerung kann Entzug der Fahrerlaubnis rechtfertigen
Das Verwaltungsgericht Mainz (Az.: 3 L 1058/09.MZ) hat entscheiden, dass
Unterzuckerungszustände infolge Diabetes den Entzug der Fahrerlaubnis
rechtfertigen können. Dies hat das Gericht im Falle eines Diabetikers
entscheiden, der aufgrund abfallenden Zuckerspiegels auf der Autobahn die
Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte. Der Fahrzeugführer
hatte bereits mehrfach Unterzuckerungen erlitten.
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18.12.2009, Zum Jahreswechsel
Beitrag für das Diabetes Journal 01/2010
von Dieter Möhler (Bundesvorsitzender des DDB)
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Pressemitteilung des DDB vom 13.12.2009
Kassel (DDB), 13.12.2009 : Therapiehinweis schadet der Gesundheit von Diabetikern
Behandlung zu hoher Blutfettwerte: DDB lehnt G-BA-Therapiehinweis ab
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) entscheidet
am 17.12.2009 über den „Therapiehinweis“ Ezetimib. Dieser
lässt die Verordnung des Cholesterinsenkers Ezetimib nur noch in seltenen
Fällen zu – gerade Typ-2-Diabetiker mit zu hohen Cholesterinwerten
bleiben auf der Strecke. Ihr ohnehin erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko
steigt mit zu hohen Cholesterinwerten. „Dies wird billigend in
Kauf genommen“, sagt der Bundesvorsitzende des Deutschen Diabetiker
Bundes (DDB), Rechtsanwalt Dieter Möhler. Er beantragt, den Therapiehinweis
nicht in die Arzneimittelrichtlinie aufzunehmen.
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Pressemitteilung des DDB vom 11.12.2009
11.12.2009 : DDB gegen diabetesDE?
Ein Artikel des DDB-Bundesvorsitzenden Dieter Möhler in der Zeitschrift
"Diabetes-Forum", Ausgabe 12/2009.
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Pressemitteilung des DDB vom 19.11.2009
19.11.2009: DDB weist Abschlussbericht zu kurz wirksamen Insulinanaloga bei Diabetes
Typ 1 zurück
IQWiG nimmt Gefährdung von Kinder und Jugendlichen in Kauf
Mit scharfer Kritik hat der Deutsche Diabetiker Bund jetzt auf den vorgelegten
Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit
im Gesundheitswesen (IQWiG) zu den kurz wirksamen Insulinanaloga bei Diabetes
Typ 1 reagiert. Der DDB bemängelte wiederholt, dass auch im Abschlussbericht
die vorgetragenen Argumente der Patientenorganisation nicht berücksichtigt
wurden. Die den Patienten eingeräumte Möglichkeit, zu den Vorberichten
Stellung zu nehmen, gerät zur Farce, weil das Institut nach wie vor
keinerlei Bereitschaft zeigt, die vorgetragenen Einwände des DDB zu
beachten.
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Das IQWiG glaubt, und das auf Basis nicht ausreichender Studien, dass es
keinerlei Belege für einen Zusatznutzen von kurz wirksamen Insulinanaloga
zu Humaninsulin gebe. Die Tatsache, dass bei Einsatz der kurz wirksamen Insulinanaloga
deutlich besser Stoffwechsellagen bei Kindern und Jugendlichen erreicht werden,
wird völlig ignoriert. Damit wird das Entstehen lebensbedrohlicher Unterzuckerungen
bedenkenlos in Kauf genommen.
Das Institut stellt momentane kurzfristige Kosteneinsparungen vor die Patientensicherheit.
Der Bundesvorsitzende des Deutschen Diabetiker Bundes und Rechtsanwalt,
Dieter Möhler, dazu: „Was ist der Mensch noch Wert, wenn die Kosteneinsparer
auch vor den Zukunftschancen der Schwächsten, den Kindern und Jugendlichen
nicht zurück schrecken.“ Er warnte gleichzeitig die Ärzte
davor, in vorauseilendem Gehorsam schon jetzt entsprechend dem vorgelegten
Abschlussbericht zu verfahren und Therapieumstellungen vorzunehmen. Ohne
Beschlussfassung des Gemeinsamen Bundesausschusses können vorzeitige
Therapieumstellungen Haftungsprobleme aufwerfen, wenn Patienten durch
die Umstellung gefährdet werden.
Deutscher Diabetiker Bund e. V.
Goethestr. 27
34119 Kassel
23.10.2009. Veranstaltungshinweis zum Weltdiabetestag 2009
Gemeinsam gegen Diabetes – rechtzeitig vorbeugen und umfassend behandeln
durch Aufklärung und Information
Anlässlich des Weltdiabetestags
am 14. November 2009 lädt der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) Betroffene
und Interessierte zu seiner großen nationalen Veranstaltung am Brandenburger
Tor ein. Mit umfangreichen Materialien und attraktiven Mitmachangeboten
möchten die Initiatoren dort Patienten, Angehörige und Interessierte über
Diabetes aufklären und informieren, denn die Volkskrankheit Nummer
eins breitet sich rasant aus.
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Pressemitteilung der DiabSite vom 22.10.2009
Diabetes: Schulung und Prävention sind entscheidend
DiabSite veröffentlicht offizielle Broschüre zum Weltdiabetestag 2009
auf Deutsch
Der 14. November ist Weltdiabetestag. 1991 wurde der Aktionstag von
der International Diabetes-Föderation IDF und der
Weltgesundheitsorganisation WHO ins Leben gerufen, heute ist der
Weltdiabetestag die größte Aufklärungskampagne der Diabeteswelt und
seit 2007 auch ein "Tag der Vereinten Nationen". Das unabhängigen
Diabetes-Portal www.diabsite.de stellt die offizielle,
13-seitige Broschüre zum Weltdiabetestag 2009 ab sofort in
deutschsprachiger Fassung zur Lektüre bereit.
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Berlin, 22.09.2009 Allein in Deutschland leben sechs bis sieben
Millionen Menschen mit Diabetes - und es werden immer mehr, weltweit.
In der öffentlichen Wahrnehmung ist die chronische
Stoffwechselerkrankung jedoch kaum präsent. Der internationale
Weltdiabetestag will daran etwas ändern. In diesem Jahr steht der
Aktionstag im Zeichen von Aufklärung, Schulung und Prävention.
Seit seiner Gründung ist das Diabetes-Portal DiabSite selbst in Sachen
Diabetes-Aufklärung aktiv und liefert tagesaktuell fundierte
Informationen. Zum Weltdiabetestag haben die DiabSite-Initiatoren die
offizielle, von der IDF herausgegebene Broschüre, ins Deutsche
übersetzen lassen. Ab sofort kann sie online
hier gelesen werden.
"Aufklärung über Diabetes mellitus ist enorm wichtig", meint Helga
Uphoff, Gründerin und Chefredakteurin der DiabSite: "Jeder sollte sich
umfassend informieren. Nur wer die Symptome und Risiken kennt,
interpretiert Warnzeichen richtig. Der Typ-2-Diabetes ist oft
vermeidbar, wenn man rechtzeitig und vorbeugend handelt". Doch
Aufklärung wirkt nicht nur präventiv, sie ist auch für Menschen mit
Diabetes unerlässlich. "Wer gut geschult ist, kann mit den
Herausforderungen der chronischen Erkrankung besser umgehen",
konstatiert Helga Uphoff.
Die IDF-Broschüre skizziert die Ziele des Weltdiabetestages und
liefert gute Argumente für mehr Aufklärung und bessere Schulung.
Außerdem gibt es Informationen über die verschiedenen Diabetestypen,
die typischen Warnzeichen und das Leben mit Diabetes - aufschlussreich
und informativ auch für Nicht-Diabetiker! Wer den Weltdiabetestag
aktiv unterstützen oder an Veranstaltungen teilnehmen möchte, findet
in der Broschüre und auf der DiabSite zahlreiche Anregungen, Tipps und
weiterführende Links.
Pressekontakt:
Helga Uphoff
Redaktion Diabetes-Portal DiabSite
Kalckreuthstraße 6
10777 Berlin
Tel.: 0 30 - 21 47 89 14
E-Mail: h.uphoff@diabsite.de
Pressemitteilung des DDB vom 22.10.2009
22.10.2009. In der Mitgliederzeitschrift einiger
DDB-Landesverbände "Subkutan", Ausgabe 5/2009 ist auf
Seite 60 ff. ein Artikel des Bundevorsitzenden Dieter Möhler unter
dem Titel "Kosten-Nutzen-Analysen: Wie teuer ist Diabetes" erschienen.
Wer Interesse an dem Artikel oder weiteren Informationen zur Zeitschrift
Subkutan hat findet ausreichend Informationen unter www.subkutan-online.de.
Pressemitteilung des DDB vom 13.10.2009
13.10.2009. „Zucker im Blut – Recht im Leben“
Rechtsberatungsnetz ist gestartet
Im Alltag wird es für Diabetiker immer schwieriger, die zunehmenden
juristischen Komplikationen zu durchschauen und die eigenen Patientenrechte
durchzusetzen. Diesem Umstand etwas entgegenzusetzen hat sich der Deutsche
Diabetiker Bund zur Aufgabe gestellt. Ein Netzwerk aus kompetenten Juristen
soll die rechtliche Betreuung der im DDB organisierten Diabetiker übernehmen.
Mehr
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08.10.2009 Mitteilung vom Landesverband Brandenburg:
Neue Selbsthilfegruppe gegründet.
In Bestensee (LDS) fanden sich 16 Diabetiker zusammen und gründeten am 8.10.2009 eine neue SHG. Von den Anwesenden, die zu ihrem Vorsitzenden einstimmig Herrn Wilhelm Wendel wählten, waren 2 bereits im Deutscher Diabetiker Bund organisiert. Weitere 9 beantragten spontan ihre Mitgliedschaft.
Als Gäste der Gründungsveranstaltung begrüßten die Anwesenden Herrn Eberhard Nowotnik in seiner Funktion als 1. Vorsitzender des Landesverbandes Brandenburg e.V. im Deutschen Diabetiker Bund, Herrn Scholz jun. als Vertreter der Fontane-Apotheke Bestensee sowie die Leiterin des Diabetikerzentrum Frankfurt(Oder), Frau Margit Nowotnik.
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In der Diskussion trat der Wunsch der Anwesenden in den Vordergrund, sich künftig ohne viel Fahrerei hier in Bestensee mit anderen Betroffenen austauschen zu können und darüber hinaus von Experten Informationen zu allen Belangen des Diabetiker-Alltags zu erhalten.
Dafür liegt bereits jetzt schon die Zusage von Dr.med. Mahmoud Sultan aus Berlin vor. Unter anderem wird seine Sprechstundenschwester, Heike Bartel, Diabetes-Beraterin (DDG) zu gewünschten Themen konkretes Wissen vermitteln.
Dann gab der Landesvorsitzende Eberhard Nowotnik einen detaillierten Überblick über die Arbeit des DDB. Frau Margit Nowotnik lud den Vorsitzenden der Gruppe sowie alle Interessierten zum Erfahrungsaustausch ein.
Schon Wochen zuvor hatte das Team der Fontane-Apotheke Bestenseer um Apotheker Andreas Scholz damit begonnen, ganz gezielt Interessenten zu erfassen. Seine Apotheke zählt übrigens seit geraumer Zeit zu den „offiziellen Fördermitgliedern des Deutscher Diabetiker Bund (DDB) Landesverband Brandenburg e.V.“ In Herrn Scholz wird die Gruppe auch in Zukunft einen sehr hilfsbereiten und verlässlichen Partner zur Seite haben.
Auch im Bürgerbüro des Gemeindeamtes Bestensee wurde auf die beabsichtigte Gründung hingewiesen und vom wiedergewählten Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf Hilfe und Unterstützung zugesagt.
Die Leiterin des Seniorenzentrum Bestensee der Berliner Stadtmission, Frau Ulrike Bertheau, unterstützt die Gruppe, indem sie bis auf weiteres für die monatlichen Gruppentreffen einen Raum zur Verfügung stellt.
Ein enges freundschaftliches Miteinander sicherte darüber hinaus die Leiterin der SHG Königs Wusterhausen, Frau Christa Moch, zu, mit der Herr Wendel unmittelbar nach der Gründung seiner Gruppe in Kontakt trat.
Alles in allem also ein sehr gelungener Start, auf den alle Beteiligten und ihre Partner stolz sein können.
W. Wendel
Leiter SHG Bestensee
Pressemitteilung des DDB vom 02.10.2009
02.10.2009. Eine Gesundheitsreform jagt die nächste.
Und immer wieder wird die Versorgung von Menschen mit Diabetes eingeschränkt
- sei es durch den Ausschluss von modernen Medikamenten aus dem Leistungskatalog
der gesetzlichen Krankenkassen oder die wachsenden Schwierigkeiten bei
der Genehmigung moderner Therapieformen. Darüber und über die Notwendigkeit
einer starken Patientenvertretung sprach die Diabetes-Expertin Helga
Uphoff mit dem Vorsitzenden des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB) Dieter
Möhler. Das ganze Interview finden Interessierte auf DiabSite
- Diabetes-Radio, dem Internetportal für Menschen mit Diabetes,
Diabetes-Experten und am Diabetes Interessierte unter www.diabetes-radio.de.
Pressemitteilung des DDB vom 10.09.2009
DDB im Gespräch mit Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt
Ministerin sichert auch nach Beschluss durch den G-BA die Versorgung mit Insulinanaloga zu
Kurz vor der Bundestagswahl trafen sich der DDB-Bundesvorsitzende Dieter
Möhler mit seinem Stellvertreter Kai Woltering und Geschäftsführer
Manfred Flore zu einem persönlichen Gespräch mit Bundesgesundheitsministerin
Ulla Schmidt in Berlin.
Kurz vor der Bundestagswahl wollten die DDB-Vertreter aus erster Hand hören,
wie sich die Gesundheitsministerin die Versorgung chronisch kranker Menschen
und hier insbesondere der Diabetiker in der Zukunft vorstellt. Ein weiterer
Gesprächspunkt waren die aktuellen Berichte des Instituts für
Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).
Ministerin Schmidt stellt unmissverständlich klar, dass es ihr darum
gehe auch in Zukunft eine für jeden Bürger bezahlbare medizinische
Versorgung sicher zu stellen. Für sie gehe es darum, auch in Zukunft
eine solidarische Finanzierung der Versorgung kranker und pflegebedürftiger
Menschen sicher zu stellen. Ihr gehe es nicht darum, so Ulla Schmidt, für
gesicherte Einnahmen der Pharmaindustrie zu sorgen, sondern um eine sachgerechte
Versorgung der Kranken.
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Am Beispiel der Diskussion um die Insulinanaloga
machte Ministerin Ulla Schmidt deutlich, dass es nicht darum gehe die Verordnung
von Insulinanaloga zu verhindern. Im Gegenteil sieht sie nach den bereits
vorliegenden Angeboten der Industrie zur Preisanpassung gute Chancen, durch
vergleichbare Preise für Humaninsulin und Insulinanaloga, weiterhin
jedem Diabetiker das für ihn richtige Insulin zur Verfügung stellen
zu können. Ulla Schmidt sieht bei den in Deutschland geltenden
Zulassungsverfahren für Arzneimittel das Problem, dass eine Nutzenbewertung
erst nach Markteinführung vorgenommen werden könne. Eine schnelle
Markteinführung vor einer Nutzenbewertung sichere den Patienten einen
schnellen Zugang zu neuen Medikamenten. Andererseits könne aber nicht
jeder Preis von der Solidargemeinschaft der Versicherten getragen werden.
Unabhängig von sozialem Status, Alter und Betroffenheit müsse
eine an der Notwendigkeit orientierte Versorgung auch in Zukunft möglich
sein, so Ulla Schmidt.
Der Vorsitzende des Deutschen Diabetiker Bundes Dieter Möhler machte
u. a. deutlich, dass es dem größten Patientenverband für
Diabetiker in Deutschland um eine sachgerechte, an den therapeutischen Notwendigkeiten
der Betroffenen orientierte, bezahlbare Versorgung gehe. Mit Blick auf die
demografische Entwicklung müsse es auch Ziel einer verantwortungsvollen
Gesundheitsversorgung sein, durch Prävention Krankheiten zu vermeiden
oder die Folgen von Krankheiten zu mildern. Möhler machte aber auch
deutlich, dass es einen steigenden Bedarf an Pflege für Diabetiker
geben werde. Hier müssen auf den Diabetes orientierte Pflegeangebote
entwickelt werden. Möhler versicherte, dass es auch Aufgabe einer Patientenorganisation
sei, an der Erarbeitung dieser Angebote mitzuarbeiten und sich bei der Umsetzung
einbinden zu lassen.
Dieter Möhler wies die Ministerin auf die Arbeit der Diabetes-Lotsen
im DDB hin, die eine wichtige Funktion in der psychosozialen Betreuung von
Betroffen, also nicht nur den Erkrankten sondern auch der Familienangehörigen,
haben. Diese Angebote wolle der DDB ausbauen. Dazu bedürfe es aber
entsprechender Mittel aus der Selbsthilfeförderung. Auf Dauer sei es
wünschenswert, dass sich verstärkt auch die Kommunen im Rahmen
ihrer Daseinsfürsorge der Kompetenzen der Diabetes-Lotsen bedienen
würden. Die Stadt Erfurt, in der die Anbindung der Diabetes-Lotsen
an die städtischen Beratungsangebote vorgesehen ist, sei hier ein gutes
Beispiel.
Ministerin Ulla Schmidt und DDB-Vorsitzender Dieter Möhler waren sich
einig, dass die Selbsthilfe in Zukunft eine stärkere Rolle spielen
muss. Dieter Möhler ergänzte: „Selbsthilfe schützt
vor Bevormundung und entlastet das Gesundheitssystem“.
Pressemitteilung des DDB vom 10.09.2009
Diabetes: "Verwaltung entscheidet, was Patienten nur noch bekommen dürfen"
Werden moderne Insuline bald nicht mehr für alle Patienten erstattet?
Geht es nach dem Willen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), sollen
rund 300.000 Menschen mit Typ-2-Diabetes, die man mit so genannten lang
wirksamen Insulinanaloga behandelt, eingeschränkt werden und gesundheitliche
Risiken in Kauf nehmen. „Dies sei schlichtweg unethisch“, meinte
dieser Tage Prof. Dr. med. Andreas Fritsche, Mitglied des Pharmakotherapieausschusses
der Deutschen Diabetes Gesellschaft anlässlich einer Pressekonferenz
der Novo Nordisk Pharma GmbH in Berlin. „Bei Anwendung international üblicher
statistischer Methoden ist eindeutig belegt, dass lang wirksame Insulinanaloga
das Risiko von Unterzuckerungen vermindern. Dennoch will der G-BA diese
Insuline nicht weiter erstatten lassen“, kritisiert auch Dr. med.
Tim Heise, Leiter des Profil Instituts für Stoffwechselforschung in
Neuss. „Hier soll am falschen Ende gespart werden. Dabei könnten
die Folgen, die aus wiederholten Unterzuckerungen resultieren, die Solidargemeinschaft
weitaus teurer zu stehen kommen“, sagt Dieter Möhler, Bundesvorsitzender
des Deutschen Diabetiker Bundes, der deutliche Worte aus der Sicht der Patienten
bzw. Betroffenen fand. Erstmalig halte sich die Politik heraus und überlässt
es einer Verwaltung zu entscheiden, welche Medikamente Patienten erhalten
dürfen und welche nicht.
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Hypoglykämien (Unterzuckerungen) sind ein schwerwiegendes Ereignis
in der Diabetesbehandlung. Sie entstehen als Nebenwirkungen der Insulintherapie.
Kommt es bei der Insulinbehandlung zu einem übermäßigen
Zuckerabbau im Blut, ist eine Hypoglykämie die unmittelbare Folge. „Es
treten zunächst typische Symptome wie Zittern, Schwitzen, Heißhunger
oder Sprachstörungen auf. Es sind Warnreaktionen des Körpers,
die dazu führen sollen, möglichst rasch Glukose über die
Nahrung aufzunehmen“, berichtet Fritsche. „Beim Nicht-Diabetiker
ist eine Unterzuckerung kein Problem. Bei Diabetes-Patienten hingegen können
diese Zustände sehr häufig auftreten, so dass sich der Körper
daran gewöhnt und Warnsignale nicht mehr registriert“, so Andreas
Fritsche. Auf anfänglich leichten Unterzuckerungen folgen dann schnell
schwere Hypoglykämien mit lebensbedrohlichen Zuständen. „Es
ist eindeutig belegt: Viele leichte Hypoglykämien fördern schwer,
möglicherweise sogar tödliche Unterzuckerungen. Darum muss jede
Hypoglykämie vermieden werden“, appelliert Fritsche.
Lang wirksame Insulinanaloga helfen dabei, die Anzahl der Unterzuckerungen
zu verringern und damit das Risiko möglicher tödlicher Auswirkungen
zu minimieren. Die Analoga sind dem humanen Insulin ähnliche Stoffe,
die aufgrund ihrer Eigenschaften Vorteile in der Therapie bieten. „Die
Analoginsuline zeigen einen deutlichen Mehrwert gegenüber den so genannten
NPH-Insulinen, die aus den 30er Jahren stammen. Mit lang wirksamen Insulinanaloga
lassen sich die Therapieziele besser erreichen und damit die Häufigkeit
gefürchteter Diabetes-Folgen wie Erblindung und Nierenversagen reduzieren,
ohne den Preis von vermehrten gefährlichen Unterzuckerungen zahlen
zu müssen“, ergänzt Fritsche.
Wie kommt nun das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit
im Gesundheitswesen (IQWiG), das mit der Nutzenbewertung der Analoginsuline
beauftragt wurde und dem G-BA damit die Entscheidungsgrundlage liefert,
trotz der wissenschaftlich belegten Vorteile zu seiner Auffassung? „Die
unterschiedliche Bewertung der Daten kommt dadurch zustande, dass das Institut
die Ergebnisse mathematisch korrigiert hat“, erklärt Heise. Probleme
sieht er allerdings in der Art des angewandten Korrektur-verfahrens. „Die
vom IQWiG gewählte Methodik ist eine Kombination von vielen kleinen
Korrekturmaßnahmen, von denen jede einzelne die Anerkennung eines
in Studien demonstrierten Nutzens von lang wirkenden Insulinanaloga bei
Patienten mit Typ-2-Diabetes erschwert. Insgesamt werden dadurch wichtige
und patienten-relevante Vorteile übersehen“, gibt Heise zu bedenken.
Geht
es eigentlich noch um den Patienten mit Diabetes und die Ängste
und den Leidesdruck von Familienangehörigen? Geht es noch um die Menschen?
Oder werden die Bedürfnisse der Betroffenen durch den immer größer
werdenden Wunsch nach Einsparmaximierung überholt? „Wohlgemerkt,
wenn wir von Lebensqualität und Bedürfnissen sprechen, ist nicht
,Wellness’ gemeint. Insulinanaloga sind doch keine Lifestyle-Medikamente“,
stellt Dieter Möhler klar. Bliebe der gegenwärtige G-BA-Entwurf
bestehen, müssten die Ärzte zukünftig Schädigungen des
Patienten billigend in Kauf nehmen, bevor lang wirksame Insuline verordnet
werden dürften, gibt Möhler zu bedenken. „Dabei sind wir als
Patienten absolut dafür, dass sorgfältig mit dem Geld der Krankenkassen
umgegangen wird. Wenn das IGWiG tatsächlich unabhängig ist, wie
gesetzlich zugesichert, dann muss es auch anerkannt wissenschaftlich vorgehen
und die Realität abbilden“, fordert Möhler weiter. Es sei
auch vollkommen unwichtig, ob man „leichte“ und „schwere“ Hypoglykämie
unterscheidet. Das Ereignis zählt, und es ist gefährlich. „Der
Staat ist an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit angelangt und sieht
sich einem demografischen Problem gegenüber. Dieses haben allerdings
nicht die Patienten verursacht. Deshalb brauchen die Patienten mehr als nur
eine Statistenrolle im G-BA. Studien hin oder her!“, so der Bundesvorsitzende
abschließend.
Forderungspapier des DDB zur Bundestagswahl 2009
Parteien haben Stellung genommen.
Die Bundestagswahl 2009 steht vor der Tür. Eine große Anzahl der Wahlberechtigten ist direkt oder indirekt von Diabetes betroffen.
Ende Juli 2009 hat deshalb der Deutsche Diabetiker Bund „Positionen – Forderungen – Thesen“ formuliert und den im Deutschen Bundestag vertretenen Fraktionen zugestellt. Auf die Bitte um Stellungnahme haben sich – fast – alle Fraktionen geäußert.
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Forderungspapier des DDB zur Bundestagswahl 2009
Parteien werden um Stellungnahme gebeten
Am 27. September 2009 ist Bundestagswahl. Zu den Wählerinnen und Wählern gehören etwa 8 Millionen an Diabetes Erkrankte. Für den DDB ist es wichtig zu erfahren, mit welcher gesundheitspolitischen Entwicklung die Betroffenen zukünftig rechnen müssen. Aus diesem Grund hat der Deutsche Diabetiker Bund "Positionen - Forderungen - Thesen" zur Bundestagswahl 2009 fomuliert und den im Bundestag vertretenen Parteien zu Stellungnahme zugeleitet. Um eine Stellungnahme wurden die gesundheitspolitischen Sprecher/Sprecherinnen der Fraktionen Anette Widmann-Mauz (CDU), Dr. Carola Reimann (SPD), Daniel Bahr (FDP), Biggi Bender (Bündnis 90/Die Grünen) und Frank Spieth (Die Linke) gebeten. Die Antworten der Parteienvertreter werden ab Ende August hier veröffentlicht.
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Pressemitteilung des DDB vom 30.07. 2009
Prof. Dr. Sawicki als befangen entlarvt
Entwarnung: EU-Behörde sieht derzeit keine erhöhte Krebsgefahr durch Lantus
Mit Erleichterung hat der Deutsche Diabetiker Bund die aktuelle Mitteilung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMEA) zur Kenntnis genommen, wonach eine erhöhte Krebsgefahr durch das Analoginsulin Glargin (Handelsname: Lantus) nicht bewiesen sei. Nach eingehender Prüfung ist der EMEA-Ausschuss zu dem Ergebnis gekommen, dass die Studien wegen methodischer Schwächen zu widersprüchlich seien und nicht zu eindeutigen Ergebnissen kommen. Um den Verdacht endgültig ausräumen zu können, sollen weitere Untersuchungen auf den Weg gebracht werden.
Der Bundesvorsitzende des Deutschen Diabetiker Bundes, Rechtsanwalt Dieter Möhler, kritisierte in diesem Zusammenhang, dass der Mitverfasser der Studie, Prof. Dr. Peter Sawicki, durch seine Veröffentlichung Panik unter den Betroffenen ausgelöst habe. Hunderte von besorgten Anrufern mussten durch die Mitarbeiter-innen und Mitarbeiter des DDB beruhigt werden.
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Für Dieter Möhler beantwortet sich die Frage, warum Prof. Dr. Sawicki gerade jetzt mit diesen vermeintlichen Ergebnissen an die Öffentlichkeit gegangen ist, wie von selbst. Prof. Dr. Sawicki ist Leiter des für die Kosten-Nutzenbewertung von Arznei-mitteln zuständigen Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). In dieser Funktion ist er verantwortlich für eine gerade veröffentlichte Empfehlung an den Gemeinsamen Bundesausschuss, die Kostenerstattungspflicht von langwirksamen Insulinanaloga (und dazu gehört Lantus) aus dem Leistungs-katalog der Krankenkassen zu streichen. Im Übrigen ist soeben der Vorbericht „Kurzwirksame Insulinanaloga bei Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ 1 – Nachfolgeauftrag“ erschienen. Da Prof. Dr. Sawicki seine Empfehlungen im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses abgibt, muss er sich nun den Vorwurf eines Interessenkonfliktes gefallen lassen. Es ist ein Skandal, wenn IQWiG und Prof. Dr. Sawicki an einer Studie der AOK mitwirken und gleichzeitig in diesem Institut über die Kostenerstattungspflichten von Krankenkassen entscheiden. Von Unabhängigkeit kann in einem solchen Fall keine Rede mehr sein. Damit ist er in hohem Maße befangen. Dieter Möhler fordert deshalb, die Kosten-Nutzenbe-wertungen von Prof. Dr. Sawicki in seinem Institut neu aufzurollen.
Dieter Möhler weiter: „Wir verstehen das IQWiG als Verwaltungshelfer in diesem System. Auch bei diesem, als privat geltenden Auftrag, müssen die gesetzlichen Vorgaben wissenschaftlicher Ausarbeitungen sowie alters- und lebensspezifischer Besonderheiten unbedingt berücksichtigt werden.“ Die von der EMEA vorgenom-mene Ablehnung der Studie resultiert aus dem bewussten Übergehen gerade dieser Besonderheiten. Diese objektive Tatsache erregt bei uns Betroffenen die Besorgnis, dass die IQWiG-Darlegungen in dem Abschlussbericht nicht unparteilich, sondern einseitig „krankenkassenfreundlich“ sind. Das schließt eine Verwertbarkeit der IQWiG-Berichte aus, ebenso die weitere Mitwirkung von IQWiG-Mitarbeitern zu dem im Gemeinsamen Bundesausschuss anhängigen Insulinanaloga-Verfahrens.
Der Deutsche Diabetiker Bund wird beim unparteiischen Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses, Dr. Rainer Hess, wegen des vom IQWiG gesetzten „bösen Scheins der Befangenheit“ intervenieren. Eine weitere Mitwirkung von Prof. Dr. Sawicki im Verfahren zu den Insulinanalgo sollte unterbunden werden!
Deutscher Diabetiker Bund e. V.
Goethestr. 27
34119 Kassel
Pressemitteilung des DDB vom 30.06. 2009
DDB und diabetesDE
Anmerkungen von Prof. Dr. med. Hermann von Lilienfeld-Toal,
Stellv. Bundesvorsitzender des DDB
diabetesDE tritt mit dem Anspruch an, die gesamte Diabetologie zu umfassen: Der Vorsitzende von diabetes DE Prof. Thomas Danne sagt dazu in Diabetologie, Ausgabe 4/09, Seite 105-107: „diabetesDE hat nun das Ziel, die Anliegen von Patienten mit Diabetes, Ärzten, Diabetesberatern und Wissenschaftlern zu koordinieren und mit einer Stimme zu vertreten“. In dem Editorial unter dem Titel „diabetesDE - die Vision einer gemeinsamen Diabetologie in Deutschland“ wird deutlich, dass die Gründer von diabetesDE hierunter in erster Linie wissenschafliche Studien, Maßnahmen zur Prävention und eine starke Stimme in einer wissenschaftspolitischen Diskussion über die Verteilung von begrenzten Mitteln für Studien verstehen.
Es fällt auf, dass das Editorial die in Deutschland größte Organisation in der Diabetologie, den über 35.000 Mitglieder zählenden Deutschen Diabetiker Bund, nicht einmal erwähnt. Im Gegensatz hierzu wird, der Anspruch der Organisation behauptet – siehe Zitat oben –, auch Patienten mit Diabetes, Ärzte usw. mit einer Stimme vertreten zu wollen.
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Bei der augenblicklichen Lage kann diabetesDE diesem Anspruch nicht gerecht werden und wird es wahrscheinlich auch in Zukunft nicht können. Denn die für die Stimme der Patienten richtige Organisation ist eine Selbsthilfeorganisation. Einer solchen ist in Deutschland eine bestimmte Form und Funktion zugewiesen, die von diabetesDE nicht erfüllt werden. Die rechtliche Situation in Deutschland ist offensichtlich anders als in anderen Ländern.
Betroffene können, wenn sie an der Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Diabetes interessiert sind, natürlich in eine Organisation eintreten, die von wissenschaftlich arbeitenden Ärzten sinnvollerweise dominiert wird. Aber das von diabetesDE vorgestellte Rundumversorgungsangebot für jeden Diabetiker versagt in Fragen der Vertretung von Patienten, wie sie in unserem Sozialsystem vorgesehen ist. Das können nur anerkannte Selbsthilfeorganisationen leisten.
Unsere Frage ist natürlich: Warum gehen diabetesDE und Deutscher Diabetiker Bund nicht zusammen? Warum fehlt auch nur der kleinste Hinweis in den seitenlangen Ausführungen von diabetesDE auf den Deutschen Diabetiker Bund? Lassen wir einmal das überall existierende Phänomen des „Menschelns“ oder, wie es auch ausgedrückt wird, der „Chemie“, die immer stimmen soll, beiseite. Wir müssen feststellen, dass der DDB in 2008 einen Satzungsentwurf für die zu gründende Organisation diabetesDE vorgelegt hatte, in dem eine Beteiligung der Selbsthilfeorganisation und damit ein Mitspracherecht für die Patienten hätten umgesetzt werden können. Die jetzt im Alleingang aktiven Verbänden Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und Verband er Diabetesberatungs- und schulungsberufe (VDBD) wollten darüber nicht beraten. Damit wurde die Chance vertan, den Deutschen Diabetiker Bund als mitgliederstärkste Teilorganisation, die die Interessen der Patienten nachhaltig vertritt, ins Boot zu holen und damit dem Ziel „dem Diabetes eine Stimme zu geben“ näher zu kommen. Warum haben es die Verantwortlichen bei DDG und VDBD abgelehnt, die jetzt zu Tage tretende Schwäche von diabetesDE im Vorfeld zu beheben? So bietet diabetesDE den Beteiligten am Diabetes weniger, als die Zahl der Beteiligten in der von DDG und VDBD gesprengten Vorläuferorganisation Deutsche Diabetes Union (DDU).
Eigentlich schade, denn natürlich wäre eine Organisation, in der alle an einem Strang ziehen, schön gewesen.
Kassel, 30.06.2009
Prof. Dr. med. Hermann von Lilienfeld-Toal
Stellv. Bundesvorsitzender
Deutscher Diabetiker Bund e. V.